Wissenswertes zur richtigen

Wander-Kleidung

Temperaturunterschied ade: So funktioniert der Schichtenlook auf dem Berg

Mit der richtigen Wanderkleidung durchs Jahr

 

Du kennst das bestimmt: Vormittags packt dich die Wanderlust, die Sonne strahlt vom Himmel, und in kurzen Wandershorts machst du dich spontan und mit leichtem Gepäck auf in die Berge. Kilometer für Kilometer, Höhenmeter für Höhenmeter kommst du dem Gipfel näher – und mit ihm dem Wind und Temperaturen, die dich erzittern lassen. Mit dem Schichtenlook wäre dir das nicht passiert!

 

Nicht umsonst ist das Zwiebelprinzip der beste Freund des Wanderers. Das bedeutet für dich: Lieber viele dünne Schichten, die du nach und nach ausziehen kannst, als am Berg zu frieren. Aus welchen Schichten ein Wanderoutfit besteht, kannst du auf dieser Seite nachlesen!

 

Mittendrin: Shirts, die die Feuchtigkeit absorbieren

Egal, ob lang- oder kurzärmelig: Wähle unbedingt ein Shirt aus, das Feuchtigkeit schnell absorbiert und vom Körper weg nach außen transportiert. Das Material der Wahl bei Funktionsshirts ist Polyester. Es saugt Feuchtigkeit wie Schweiß schnell auf, ist schön weich, klebt nicht am Körper und entwickelt auch nicht zu schnell unangenehme Gerüche, solltest du einmal länger unterwegs sein. Weiterer positiver Nebeneffekt von Polyester: Es übersteht unzählige Waschgänge problemlos und hält dabei Form und Funktion.

 

Die natürliche Variante Baumwolle fühlt sich zwar gut auf dem Körper an, neigt aber dazu, schnell zu scheuern und schwer zu werden, wenn du etwas schwitzt. Apropos scheuern: Ein Tank-Top sieht zwar gut aus, ist allerdings beim Wandern nicht die erste Wahl. Gerade, wenn man mit einem schweren Rucksack unterwegs ist, kann es schnell zu schmerzhaften Reibungsstellen an den Schultern kommen. Also lieber zur Variante mit zumindest angedeuteten Ärmeln greifen!

 

Untendran: Wanderschuhe & Wandersocken

…. ja, hier steht tatsächlich Wandersocken! Wenn du dachtest, du könntest dich mit deinem alten Paar Tennissocken auf eine schweißtreibende Wandertour machen, wirst du am Ende des Tages bestimmt mit Blasen belohnt. Wandersocken sind dagegen an den richtigen Stellen verstärkt, so dass ein Reiben vermieden wird – und damit die Blasen ausbleiben. Denn der beste Wanderschuh kann seine Wirkung nicht tun, wenn du die falschen Socken trägst.

 

Apropos Wanderschuh: Welches Modell und welcher Hersteller für dich am besten passt, kannst du nur selbst beim Anprobieren herausfinden. Achte jedoch unbedingt auf die Wasserdichte, eine stabile Sohle, die Schuh-Einlage und hochwertige Schuhbänder. Die Wahl des Modells ist auch vom Terrain abhängig, in dem du hauptsächlich wandern willst: Bist du mehr auf Waldböden und Asphalt unterwegs? Oder geht’s auch mal bergauf und zur einen oder anderen Kletterpartie? Auch diese Faktoren spielen eine Rolle bei der Wahl der Wanderschuhe.

 

 

Obendrüber: Regenjacken, Windjacken & Co.

Je nachdem, zu welcher Jahreszeit du unterwegs bist, braucht es mal mehr, mal weniger Schichten, bis du warm eingepackt bist. Eine passende Jacke solltest du aber immer mit dabei haben, egal, ob Sommer oder Winter.

 

 

  • Fleecejacken & -Westen: Zwischen Shirt und Jacke macht sich besonders in der kühlen Jahreszeit eine Fleecejacke ganz wunderbar. Du kannst sie natürlich auch im Frühsommer solo mitnehmen, wenn du deine Tour zur Morgenstunde beginnst. Der Vorteil von Fleece liegt in seinen wärmenden Eigenschaften, denn es hält deine Körpertemperatur konstant. Fleecemodelle gibt’s übrigens auch als Westen, die du dann über dem Lang- oder Kurzarmshirt trägst.
  • Winterjacken: Dicke Jacken sollen dich nicht nur beim Winterwandern warm halten, sondern auch wenn du im Herbst unterwegs bist. Hochwertige Exemplare bestehen aus zwei Teilen: einem wasserfesten äußeren Stoff und einer inneren Schicht, oft aus Softshell, die du mit einem Reißverschluss entfernen kannst. Ein schön langer Schnitt, der über die Hüften reicht, eine Kapuze und individuell einstellbare Ärmelstulpen sorgen für zusätzliche Wärme.
  • Windjacken: Solche Modelle sind ideal bei trockenen Verhältnissen, die sich aber gerade bei Bergwanderungen schnell ändern können. Sie sollten unkompliziert im Handling sein, damit du sie schnell anziehen kannst, wenn es anfängt zu winden.
  • Regenjacken: Die Regenjacke als äußerste Schicht beim Wandern hält dich trocken, wenn du in einen Regenschauer kommst. Trotz einer hohen Wassersäule sollte das Material der Regenjacke trotzdem atmungsaktiv sein, damit du dich darunter wohlfühlst.

 

Tipp: Achte beim Kauf von Jacken auch auf die Verschlüsse und Knöpfe! Sie sollten jederzeit einfach zu öffnen sein, auch wenn die Finger im Winter einmal kalt und ungelenk werden.

 

 

Untenrum: kurze und lange Wanderhosen

Hosen für Wanderer haben ein paar besondere Features, die es noch einfacher machen, in ihnen den Berg zu erobern. Wichtig ist jedoch, egal ob kurz oder lang, dass du dich in den Wanderhosen uneingeschränkt bewegen kannst, selbst wenn du große Schritte machst. Beliebt sind auch jene Modelle, die du mit einem Zipper von lang auf kurz variieren kannst – besonders wenn du über mehrere Tage unterwegs bist und sich die Wetterverhältnisse ändern. Tipp: Regenhosen werden über den Wanderhosen getragen und schützen vor Nässe. Eine Nummer größer zu kaufen, lohnt sich meistens, da die Regenhose schließlich über alle anderen Schichten passen muss!

 

Untendrunter: schnelltrocknende Unterwäsche

Damit du beim Wandern kühl, trocken, sauber und duftig bleibst, ist Multifunktions-Unterwäsche lebensnotwendig. Moderne Unterwäsche für Wanderer passt sich dem Körper an und imitiert ihn sogar! Klingt komisch? Ist es aber gar nicht. Kurz erklärt: Hochwertige Wander-Unterwäsche kühlt den Körper bei Anstrengung und Wärme, bei Kälte und in Ruhephasen wärmt sie. Und weil wir Menschen an unterschiedlichen Körperstellen unterschiedlich schwitzen – zum Beispiel unter den Achseln sehr viel, am Ellenbogen kaum – sind Unterhemden und –Hosen mit Zonen ausgestattet, die verstärkt bzw. auch hauchdünn sind.

Logische Konsequenz: Qualitative Multifunktions-Unterwäsche muss hautnah sitzen, also unbedingt beim Kauf anprobieren!

 

Dazwischen: funktionale Wander-Accessoires

Neben Shirts, Jacken, Schuhen, Hosen und Unterwäsche gibt es natürlich zahlreiche Accessoires, die Wanderern das Leben leichter machen. Dazu zählen hochwertige Sonnenbrillen (mit UV-Schutz!), Bandanas, Caps und Handschuhe.

 

Die wichtigsten Facts zur Wanderkleidung haben wir für dich noch einmal zusammengefasst:

  • Mehrere Schichten: Mit dem Schichtenlook umgehst du bei jeder Wetterlage das Risiko, nass zu werden, zu frieren oder zu überhitzen.
  • Außen trocken bleiben: Das A und O beim Wandern ist ein trockener Körper, darum solltest du immer eine wasserdichte äußere Schicht tragen. Dann bist du auch bestens gewappnet für alles, was die Natur dir bietet. Wirklich für alles.
  • Innen warmhalten: Gute Wander-Unterwäsche transportiert Feuchtigkeit rasch ab und lässt den Körper atmen.

 

Du siehst, eigentlich ist die Sache mit dem Schichtenlook fürs Wanderoutfit gar nicht so kompliziert. Lass uns doch in der Hervis-Community wissen, was in deinem Wanderoutfit nicht fehlen darf!

Über den Autor:

Hallo ihr Lieben, ich bin Nina! Von mir werdet ihr ab jetzt öfter was zu hören bekommen, also passt gut auf 😉 Ich mache mein ganzes Leben lang liebend gerne Sport und da dachte ich mir, warum nicht einfach mein Hobby zum Beruf machen?! So kam ich zum Sportstudium. Ich habe viel im Fitnessstudio und auch als Personal Trainerin gearbeitet. Da mich aber noch so viel mehr interessiert, habe ich beschlossen auch noch einen Sportmanagement Master zu machen. Und da bin ich nun, auf meinem Weg in die seriöse Berufswelt erzähle ich euch, mit was ich mich so beschäftige und was ich unbedingt mit euch teilen möchte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.