Ich geh wandern und packe in meine

Jausnbox… 

Wie und vor allem was esse ich auf einer Bergtour?

Der Klassiker schlechthin: Nach der Wanderung auf der Hüttn erst mal eine zünftige Brettljause mit einem großen Stück Speck, einer dicken Scheibe Käse, einem Stück Brot und bissl Salz drüber – schmackhaft allemal. Aber ist das ernährungstechnisch gesehen heutzutage überhaupt noch up to date? Was versorgt mich am besten mit den Nährstoffen die mein Körper auf bzw. nach der Wanderung braucht? Und was muss ich alles in meinen Rucksack reinpacken?

Natürlich hängt deine Jausn davon ab, ob du grad eine zweiwöchige Tour in Nepal planst oder einfach nur gemütlich einen Tag auf den Untersberg marschieren möchtest. Vorsicht: Folgende Tipps sind für eine Tagestour und nicht die Besteigung des Mount Everest gedacht!

Also, erst mal grundsätzlich:

Der menschliche Organismus gewinnt Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Das Verhältnis, in dem diese drei Nährstoffe dem Körper zugeführt werden sollten, variiert je nach Grad und Art der Belastung. Während einer Wandertour solltest du hauptsächlich Kohlenhydrate zu dir nehmen. Ein Vollkornbrot mit Käse oder Schinken eignet sich hier hervorragend, da es dich lang satt hält, ohne dass du dich vollgestopft fühlst. Auch das gute alte Marmeladenbrot ist perfekt! Es liefert dir mit der Marmelade Zucker, der dir sofort als Energie zur Verfügung steht und durch das Brot Kohlehydrate, die später abgerufen werden können. Dazu noch ein bisschen Obst, beispielsweise Bananen, Äpfel oder Birnen, ein paar Nüsse oder ein Müsliriegel und fertig ist deine kleine Jausn für zwischendurch! Profi-Energieriegel wie beispielsweise von PowerBar sind auf einer Tagestour normalerweise nicht notwendig. Und dazu ganz wichtig: Ausreichend zu trinken! Mindestens ein bis zwei Liter sollten es auf jeden Fall sein – bei kürzeren Touren ist Wasser ausreichend, sonst am besten Fruchtschorlen oder andere mit Mineralien angereicherte Getränke.

Wann esse ich am besten?

Die erste Jausn legst du am besten nach ca. zwei Stunden Wandern ein. Iss lieber öfter und kleinere Portionen! Wenn du nämlich zu viel auf einmal isst läufst du Gefahr, dass dir das Essen zu schwer im Magen liegt und dich müde und träge macht…

So, jetzt mal zurück zu unserer deftigen Brettljausn:

Nach einer anstrengenden Bergtour darfst du dir ohne schlechtes Gewissen was gönnen! Da kann so ein schöner großer Jausnteller ruhig mal drin sein. Auch die Kasnockn, bei denen jeder Ernährungswissenschaftler die Hände überm Kopf zusammenschlagen würde, weil sie einfach nur Fett und Kohlenhydrate pur sind, sind hier gar nicht so unangebracht… Schließlich musst du ja deine leeren Energiespeicher wieder auffüllen 😉 Und zu guter Letzt: Ein kühles, isotonisches und alkoholfreies Sportgetränk – aka alkoholfreies Weißbier – hilft dir perfekt dabei.

Und vor der Wanderung?

Um am Berg fit zu sein, solltest du am Abend und kurz vor der Tour schwer verdauliches Essen vermeiden. In der Früh bevor du losziehst frühstückst du am besten leicht und ballaststoffreich, zum Beispiel ein Marmeladen- oder Käsebrot oder auch ein Müsli mit Obst und Joghurt. Dich allerdings schon vor der Wanderung bis zur Oberkante Unterlippe vollzustopfen, damit der Hunger unterwegs nicht so groß wird, bringt dir aber nichts: Völle lähmt deinen Körper, weil er erst einmal mit Verdauen zu tun hat!

So, dann mal viel Spaß auf dem Berg und Mahlzeit!

Über den Autor:

Simone steht auf alles, das mit Sport zusammenhängt. Egal ob drinnen, draußen, ob Fitness, Laufen, Leichtathletik, Turnen oder Trampolinspringen – wenns ums Sich-Bewegen geht, ist sie immer vorne mit dabei! Kein Wunder also, dass sie ihre Leidenschaft für Sport durch einen Bachelor in Sportwissenschaften und einen Master in Sportmanagement auch noch in der Theorie weiter ausgebaut hat…

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