Radpflege-Hacks von Hervis im Überblick

Radpflege-Hacks, die du noch nicht kanntest

 

Und was du nicht selbst machen solltest …

Es ist Herbst und es zieht uns mit den letzten Sonnenstrahlen des Jahres noch einmal jede freie Minute mit dem Bike in die Natur. Der Nebeneffekt: Schlamm und Dreck machen dem Fahrrad ganz schön zu schaffen. Wir von Hervis haben das Sprichwort „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt!“ etwas adaptiert und widmen diesen Blogartikel dem Motto „Wer sein Fahrrad liebt, der putzt!“.

Quick-Fixes nach jeder Ausfahrt

Eine Fünf-Minuten-Beautykur hat noch niemandem geschadet – auch nicht dem Bike. Wenn‘s mal wieder mal länger, dreckiger und nasser war, solltest du deinem Fahrrad unbedingt ein paar Minuten deiner Zeit schenken, um es schnell wieder auf Vordermann zu bringen. Geht ganz schnell und wirkt wahre Wunder:

  • waschen
  • trocknen
  • Kette fetten

Das war‘s auch schon! Wer nicht putzt, muss mit bösen Überraschungen rechnen, denn dann blüht schneller Rost, als einem lieb ist. Außerdem leiden die Züge, der Lack und die Kette unter einem ungepflegten Rad.

Fahrrad-Pflege Luft in die Reifen pumpen

Vor jeder Fahrt nicht vergesse, die Reifen zu kontrollieren und gegebenenfalls Luft nach zu pumpen.

 

Tipp für mehr Sicherheit: Kontrolliere die Bremsbeläge regelmäßig auf Verschleiß! Der Belag sollte noch mindestens einen Millimeter von der Trägerplatte abstehen, damit die Bremsleistung voll wirken kann. Ist das nicht der Fall, unbedingt immer beide Bremsbeläge gemeinsam tauschen.

Außerdem: Das sollte in deiner Home-Werkstatt nicht fehlen:

  • kompakter Werkzeugkoffer für alle deine großen und kleinen Helfer – denn Ordnung ist die halbe Miete!
  • Standpumpe, um vor jeder Ausfahrt den Reifendruck zu messen und anzupassen
  • Kombizange
  • Kreuz- und Schlitz-Schraubenzieher
  • Imbussatz: Kein anderes Werkzeug wirst du so oft brauchen!
  • Flickzeug
  • Ersatzschlauch

Löffel, Vaseline & Co.: unkonventionelle Helfer fürs Fahrrad

Eine gut ausgestattete Fahrradwerkstatt ist der Traum jedes passionierten Bikers. Manchmal ist es aber mit der Ausstattung nicht so weit her – oder die eigene Werkstatt kilometerweit entfernt. Dann helfen vielleicht folgende Hacks:

 Der Löffel für die Fahrradreifen

Klingt komisch – ist es aber gar nicht. Mit einem Löffel kannst du den Fahrradreifen einfach herauslösen. Und zwar so: Stelle oder hänge das Rad auf, damit du einen guten Zugang zum Reifen hast. Nimm den Löffel verkehrt herum in die Hand (mit dem runden Teil in deinem Handballen) und führe das Ende des Stils am Fahrradmantel entlang, so dass du den Reifen von der Felge löst. Ist doch ganz einfach, oder?

Fahrrad putzen mit Stofflappen

Für die Radpflege zwischendurch tuts auch ein alter Lappen.

Vaseline für den Sattel

Eigentlich kennen wir Vaseline als Pflege für raue Haut oder vielleicht sogar noch als Kälteschutz für den Ausflug auf den Berg. Dabei kannst du dir die schmierigen Eigenschaften der Creme auch für dein Fahrrad zunutze machen – zum Beispiel bei einem festsitzenden Sattel. Wenn sich an der Sattelstütze Rost bildet, was relativ schnell passiert, bewegt sie sich keinen Zentimeter, wenn man die Höhe des Sattels verstellen möchte. Um genau das zu verhindern, trage Vaseline rund um die Sattelstütze auf. Auf diese Weise kann sich eben kein Rost bilden. Dann läuft‘s auch wieder wie geschmiert.

Fahrradsattel mit Vaseline ölen

Vaseline macht es einfach, den Fahrradsattel einzustellen.

Zettel und Stift für die Identifikation

Damit dein Fahrrad im Falle eines Diebstahls identifiziert werden kann, brauchst du eigentlich eine Rahmennummer. Einfacher geht’s mit Stift und Zettel, deinem Namen und deiner Adresse darauf. Entferne dafür die Abdeckung am Lenkergriff und lege das beschriftete Stück Papier mit deinen Daten hinein. Abdeckung wieder drauf, und schon kannst du im Ernstfall dein Fahrrad identifizieren!

Handgriffe, die du lieber dem Profi überlässt

Damit du möglichst lange Freude an deinem Bike hast, solltest du es regelmäßig zum Service bringen und einem Profi in die Hände geben. Das zahlt sich besonders am Saisonende aus, also im Herbst oder kurz vor dem Winter.

Das Jahresservice beinhaltet in der Regel folgende Leistungen:

  • Kette messen, kontrollieren und ölen
  • die Schaltung kontrollieren
  • Bremsen kontrollieren und, wenn nötig, ersetzen und neu einstellen
  • Seile und Leitungen kontrollieren, wenn nötig befestigen oder ersetzen
  • Speichen nachziehen, Laufräder zentrieren
  • Reifen kontrollieren und Druck prüfen, wenn nötig auffüllen
  • Tretlager, Steuerlager und Radlager kontrollieren, wenn nötig fetten und einstellen
  • Licht kontrollieren
  • loser Anbauteile befestigen
  • Ausrüstung auf StVO-Konformität kontrollieren
  • fachmännische Reinigung des Fahrrads

Du siehst: Da passiert noch viel mehr, als du zu Hause in der eigenen Werkstatt machen kannst – und solltest! Besitzt du ein E-Bike, raten wir unbedingt davon ab, selbst daran zu schrauben!

Wie geht es dir beim regelmäßigen Warten deines Bikes? Diskutiere darüber in der Hervis-Community!

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